Das Business-Online-Portal XING im Focus der Datenschützer
Datenschutz und Kundenpflege zwei Waisenkinder der Online-Community Xing. Eine Kommunikationplattform schafft es nicht mit seinen Mitgliedern zu kommunizieren. Wie geschafft werden kann Mitglieder zu vergraulen.
Das Hamburger Unternehmen Xing ist eine Online-Social-Community, die im Jahre 2003 gegründet wurde, von dem Hamburger Kaufmannsohns Lars Hinrichs. Ursprünglich hieß Xing Open BC, dieses wurde 2003 aus Marketinggründen geändert, um sich für den angelsächsischen und asiatischen Sprachraum atrraktiver zu machen. Auch der Gang an die Börse wurde 2006 verwirklicht.Die Idee von Xing basiert wie bei allen Social Communitys auf der Theorie und dem Prinzip des New Yorker Sozialpsychologen Stanley Milgrim: „Jeder kennt Jeden über 6-Ecken“.Die Plattform ist eine von zwei großen Business-Social-Communitys im Internet.Der größte Gegenspieler ist die US-Amerikanische Business Plattform LinkedIn, die ebenfalls von einem Hamburger gegründete wurde. LinkedIn ist vor allem im angelsächsischen Sprachraum stark verbreitet.
Xings Rolle auf dem Markt
Xing ist im deutschsprachigen Internetraum eines der inzwischen etabliertesten Jungunternehmen im Bereich Social Networking, mit tendenziell steigenden Mitgliederzahlen. Es hebt sich von anderen Business-Social-Communitys ab, , da es in vielen unterschiedlichen Sprachen angeboten wird (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch , usw.). Charakteristisch für das Online-Angebot ist zudem die userfreundliche Benutzeroberfläche.Im Jahre 2006 konnte der Umsatz ums Dreifache auf 10 Millionen EUR erhöht werden. Allerdings wurden diese Zahlen für 2007 in den Medien kritisch betrachtet. Der Spiegel schreibt u.a., dass es wohl nur einen bedingten Gewinn gäbe, bei dem ein geringer Wert bis zu 1 Million EUR erwartet werden könne.Gerade im deutschsprachigen Raum konnte sich Xing in den letzten Jahren etablieren. In Ländern wie Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien ist das Unternehmen klarer Marktführer im Bereich Online-Business-Networking. Im englischen Sprachraum beherrscht LinkedIn mit einer Mitgliederzahl von 8,5 Millionen Mitgliedern den Markt. Xing zählte Anfang 2006 1,5 Millionen Mitglieder. Im September/November 2007 waren es schon 4,25 Millionen Mitglieder weltweit. Bei beiden Communitys steigen die Mitgliederzahlen und beide streben für ihr Genre eine Rolle an, wie sie im z.B. im Suchmaschinenbereich Goggle einnimmt. Die Plattform, die sich ausschließlich über Premiummitgliedschaften finanziert, verkündete im November 2007, dass man sich gegenüber Werbevermarktern öffnen wolle. Allerdings blieb unklar, in welcher Form dies geschehen soll
Motivationen der User
Die Motive der User, sich auf so einer Plattform zu präsentieren, sind unterschiedlich.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Xing zu nutzen: als strategisches Instrument, zur Kundeaquise oder zur reinen Kontaktpflege. Eine strategische Nutzung kann die Instrumentalisierung der eigenen Kontakte sein. Sie werden als Referenz zur Werbung eines neuen Kunden genutzt.Wiederum andere nutzen es zur Kundenakquise, obwohl der Erfolg diesbezüglich von einigen angezweifelt wird. Manche bezeichnen Xing als moderne „Gelbe Seiten“. Der Unterschied jedoch zu den „Gelben Seiten“ ist, dass man hier mehr über die Leute erfahren kann. So ist es z.B. möglich, die Seriosität eines Anbieters durch Rückfrage bei anderen Kontakten zu prüfen. IBM Mitarbeiter Peter Behrlich betont in einem Interview, dass es sehr selten zu sogenannten „Hot Shots“ käme. Obwohl Xing als Business Forum gedacht ist, wird es auch von Studenten, Angestellten und Künstlern bevölkert. Diese nutzen das Portal in erster Linie zur Praktikums- und Arbeitsplatzsuche und zu Promotionzwecken.
Formen der Mitgliedschaft
Um sich bei auf dem Portal ein Profil zu erstellen, bedarf es wenig Aufwand. Es gibt zwei Formen der Mitgliedschaft. Einmal als „normaler“ Nutzer (nichtzahlend) oder als „Premium“Mitglied (kostenpflichtig).Das nichtzahlende Mitglied kann alle Grundfunktionen nutzen ( z.B. Profil erstellen, Profilfoto hochladen, Kontakte suchen und verknüpfen). Als Premium Mitglied kann man allerdings erst das volle Potential der Plattform nutzen, und es kommen weitere Funktionen hinzu. So kann man Nachrichten versenden und einsehen, wer das eigene Profil besucht hat. Eine Premium-Mitgliedschaft ist vergleichsweise günstig. Sie kostet nur 5,95 EUR im Monat, weitere Ausgaben kommen nicht hinzu. Beim Konkurrenten LinkedIn hingegen wird für eine Premium-Mitgliedschaft bis zu 200 US $ gezahlt.Xing finanzierte sich bislang in erster Linie über die Premium-Mitgliedschaft. Vor ein paar Wochen wollte man dies ändern und führte Werbung ein. Anschließend geriet das Unternehmen unter starken Beschuss und hatte Mitgliederaustritte.
Umgang Xings mit Datenschutz und Kritik an der Firmenpolitik
In den letzten Monaten gab es vermehrt negative Presse über Xing. Die Firmenpolitik im Umgang mit Kunden, Mitgliedern und deren Rechten wird derzeit von vielen bemängelt. Dadurch sind zahlreiche, auch namenhafte, Mitglieder freiwillig ausgetreten, wie zum Beispiel der sächsische CDU-Abgeordnete Heinz Eggert. Leider übergeht Xing immer wieder ihre/seine Mitglieder. Änderungen auf der Plattform werden vorgenommen, ohne die User vollständig oder rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Ein Beispiel ist das Ex-Mitglied David Ben-Hame. Seine Mitgliedschaft wurde gekündigt, da er sich über antizionistische Beiträge in einem Forum beklagte. Er protestierte öffentlich dagegen, infolgedessen wurde er ausgeschlossen.Der Betreiber des Forums, in dem diese Beiträge gepostet wurden, ist ein Freund von David Ben-Hame. Diesem wurde ebenfalls die Mitgliedschaft gekündigt.Xing kündigte jedoch nicht den Mitgliedern, die diese Äußerungen gepostet hatten. Vielmehr ließ man die Beiträge auf der Plattform weiter bestehen. Eric Metzer (Vorstand der Deutschen Public Relations Gesellschaft) zeigte sich solidarisch mit Ben-Hame und trat danach freiwillig aus. Er bewirkte schließlich eine Löschung der geposteten antzionistischen Beiträge auf der Plattform. Eric Metzer kommentierte den unglaublichen Vorgang mit folgenden Worten: “Es hat mich verärgert, dass ein Unternehmen derart unprofessionell, ja geradezu arrogant auf einen eklatanten Verstoß gegen zivilisierte Kommunikationsformen reagierte” […]”Ich halte Anti-Semitismus für kein Kavaliersdelikt.“Auch sonst stößt das eigenmächtige Handeln von XING immer wieder auf. Im Dezember 2007 wurde eine neue Möglichkeit des Überwachens der Aktivitäten der eigenen Kontakte eingeführt. Auch hier wurden die Mitglieder ungenügend oder nicht ausreichend informiert. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die Betreiber von Xing ohne Rücksprache mit Mitgliedern neue Optionen in die Profile einspielen, Daten freigeben und erst im Nachhinein den Mitglieder die Möglichkeit geben, persönliche Informationen freizuschalten oder zu sperren.In letzter Zeit versuchte man sogar, ungefragt Werbung nicht nur in die Profile von normalen Mitgliedern, sondern auch in die Profile von zahlenden Premiummitglieder einzubauen. Zum Problem wurde diese Maßnahme auch deshalb, weil die geschaltete Werbung vom Profileigner weder eingesehen noch selbst beeinflusst werden konnte. Platziert wurde die Werbung in der Kontaktrubrik des Profileigners. Wenn nun also andere User die Kontakte aufriefen, wurde man plötzlich zum ungewollten Werbeträger eines Produkts, das man selbst nicht kannte.Dieses heimliche Product Placement hatte fatale Folgen und führte zu geschäftsschädigenden Situationen bei den Usern. So ließ sich ein Mitarbeiter der Deutschen Bank von einem Freund einen Screenshot seines Profils schicken, um zu erkennen, welche Werbung auf seinem Profil geschaltet war. Er sah nun, dass dort für die Konkurrenz geworben wurde. Nach und nach gingen immer mehr Beschwerden von Nutzern bei Xing ein. Aufgrund der starken Proteste, Beschwerden und Mitgliederaustritte hat Xing die Werbung nun bei den Premiummitgliedern wieder gänzlich abgeschafft. Das Online-Magazin Netzeitung bat bei der Pressestelle der Business Plattform um eine Stellungnahme. Als Reaktion erhielt man lediglich die lapidare Antwort, dass Premium-Mitglieder nun die Möglichkeit hätten, die Funktion abzustellen. Xings Pressestelle hüllte sich in Schweigen.Der geschilderte Vorfall ist nur ein Beispiel. Aufgrund der mangelnden Informationspolitik und der unklaren Rechtslage kommt es auf XING immer wieder zu ähnlichen Konflikten im Umgang mit vertraulichen Kundendaten. Während das Unternehmen immer mehr erkennt, dass sich aus dem großen Kundenstamm Profit schlagen läßt, verliert es dabei die eigentlichen Userinteressen und den Datenschutz allzu leicht aus den Augen. Xing und andere Community-Anbieter sollten beim Schutz des Persönlichkeitsrechts vorsichtiger agieren, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen. Gerade eine massive Austrittswelle von zahlenden Premium-Mitgliedern hätte für das Portal verheerende Folgen.Auch wenn jedem klar sein sollte, dass man in einer Community bestimmte Daten frei zur Verfügung stellen muss, darf ein Plattform-Betreiber in sensiblen Bereichen nicht einfach über die User hinweg entscheiden. Ein solches Verhalten zeugt auch nicht von hoher Seriosität und Professionalität.Natürlich will der User sich im Netz präsentieren, doch möchte er immer noch selber bestimmen, was dargestellt und mit welchen Produkten er in Verbindung gebracht wird. Hoffen wir, dass die Macher von Xing in Zukunft aufmerksamer sind.
Xings Rolle auf dem Markt
Xing ist im deutschsprachigen Internetraum eines der inzwischen etabliertesten Jungunternehmen im Bereich Social Networking, mit tendenziell steigenden Mitgliederzahlen. Es hebt sich von anderen Business-Social-Communitys ab, , da es in vielen unterschiedlichen Sprachen angeboten wird (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch , usw.). Charakteristisch für das Online-Angebot ist zudem die userfreundliche Benutzeroberfläche.Im Jahre 2006 konnte der Umsatz ums Dreifache auf 10 Millionen EUR erhöht werden. Allerdings wurden diese Zahlen für 2007 in den Medien kritisch betrachtet. Der Spiegel schreibt u.a., dass es wohl nur einen bedingten Gewinn gäbe, bei dem ein geringer Wert bis zu 1 Million EUR erwartet werden könne.Gerade im deutschsprachigen Raum konnte sich Xing in den letzten Jahren etablieren. In Ländern wie Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien ist das Unternehmen klarer Marktführer im Bereich Online-Business-Networking. Im englischen Sprachraum beherrscht LinkedIn mit einer Mitgliederzahl von 8,5 Millionen Mitgliedern den Markt. Xing zählte Anfang 2006 1,5 Millionen Mitglieder. Im September/November 2007 waren es schon 4,25 Millionen Mitglieder weltweit. Bei beiden Communitys steigen die Mitgliederzahlen und beide streben für ihr Genre eine Rolle an, wie sie im z.B. im Suchmaschinenbereich Goggle einnimmt. Die Plattform, die sich ausschließlich über Premiummitgliedschaften finanziert, verkündete im November 2007, dass man sich gegenüber Werbevermarktern öffnen wolle. Allerdings blieb unklar, in welcher Form dies geschehen soll
Motivationen der User
Die Motive der User, sich auf so einer Plattform zu präsentieren, sind unterschiedlich.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Xing zu nutzen: als strategisches Instrument, zur Kundeaquise oder zur reinen Kontaktpflege. Eine strategische Nutzung kann die Instrumentalisierung der eigenen Kontakte sein. Sie werden als Referenz zur Werbung eines neuen Kunden genutzt.Wiederum andere nutzen es zur Kundenakquise, obwohl der Erfolg diesbezüglich von einigen angezweifelt wird. Manche bezeichnen Xing als moderne „Gelbe Seiten“. Der Unterschied jedoch zu den „Gelben Seiten“ ist, dass man hier mehr über die Leute erfahren kann. So ist es z.B. möglich, die Seriosität eines Anbieters durch Rückfrage bei anderen Kontakten zu prüfen. IBM Mitarbeiter Peter Behrlich betont in einem Interview, dass es sehr selten zu sogenannten „Hot Shots“ käme. Obwohl Xing als Business Forum gedacht ist, wird es auch von Studenten, Angestellten und Künstlern bevölkert. Diese nutzen das Portal in erster Linie zur Praktikums- und Arbeitsplatzsuche und zu Promotionzwecken.
Formen der Mitgliedschaft
Um sich bei auf dem Portal ein Profil zu erstellen, bedarf es wenig Aufwand. Es gibt zwei Formen der Mitgliedschaft. Einmal als „normaler“ Nutzer (nichtzahlend) oder als „Premium“Mitglied (kostenpflichtig).Das nichtzahlende Mitglied kann alle Grundfunktionen nutzen ( z.B. Profil erstellen, Profilfoto hochladen, Kontakte suchen und verknüpfen). Als Premium Mitglied kann man allerdings erst das volle Potential der Plattform nutzen, und es kommen weitere Funktionen hinzu. So kann man Nachrichten versenden und einsehen, wer das eigene Profil besucht hat. Eine Premium-Mitgliedschaft ist vergleichsweise günstig. Sie kostet nur 5,95 EUR im Monat, weitere Ausgaben kommen nicht hinzu. Beim Konkurrenten LinkedIn hingegen wird für eine Premium-Mitgliedschaft bis zu 200 US $ gezahlt.Xing finanzierte sich bislang in erster Linie über die Premium-Mitgliedschaft. Vor ein paar Wochen wollte man dies ändern und führte Werbung ein. Anschließend geriet das Unternehmen unter starken Beschuss und hatte Mitgliederaustritte.
Umgang Xings mit Datenschutz und Kritik an der Firmenpolitik
In den letzten Monaten gab es vermehrt negative Presse über Xing. Die Firmenpolitik im Umgang mit Kunden, Mitgliedern und deren Rechten wird derzeit von vielen bemängelt. Dadurch sind zahlreiche, auch namenhafte, Mitglieder freiwillig ausgetreten, wie zum Beispiel der sächsische CDU-Abgeordnete Heinz Eggert. Leider übergeht Xing immer wieder ihre/seine Mitglieder. Änderungen auf der Plattform werden vorgenommen, ohne die User vollständig oder rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Ein Beispiel ist das Ex-Mitglied David Ben-Hame. Seine Mitgliedschaft wurde gekündigt, da er sich über antizionistische Beiträge in einem Forum beklagte. Er protestierte öffentlich dagegen, infolgedessen wurde er ausgeschlossen.Der Betreiber des Forums, in dem diese Beiträge gepostet wurden, ist ein Freund von David Ben-Hame. Diesem wurde ebenfalls die Mitgliedschaft gekündigt.Xing kündigte jedoch nicht den Mitgliedern, die diese Äußerungen gepostet hatten. Vielmehr ließ man die Beiträge auf der Plattform weiter bestehen. Eric Metzer (Vorstand der Deutschen Public Relations Gesellschaft) zeigte sich solidarisch mit Ben-Hame und trat danach freiwillig aus. Er bewirkte schließlich eine Löschung der geposteten antzionistischen Beiträge auf der Plattform. Eric Metzer kommentierte den unglaublichen Vorgang mit folgenden Worten: “Es hat mich verärgert, dass ein Unternehmen derart unprofessionell, ja geradezu arrogant auf einen eklatanten Verstoß gegen zivilisierte Kommunikationsformen reagierte” […]”Ich halte Anti-Semitismus für kein Kavaliersdelikt.“Auch sonst stößt das eigenmächtige Handeln von XING immer wieder auf. Im Dezember 2007 wurde eine neue Möglichkeit des Überwachens der Aktivitäten der eigenen Kontakte eingeführt. Auch hier wurden die Mitglieder ungenügend oder nicht ausreichend informiert. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die Betreiber von Xing ohne Rücksprache mit Mitgliedern neue Optionen in die Profile einspielen, Daten freigeben und erst im Nachhinein den Mitglieder die Möglichkeit geben, persönliche Informationen freizuschalten oder zu sperren.In letzter Zeit versuchte man sogar, ungefragt Werbung nicht nur in die Profile von normalen Mitgliedern, sondern auch in die Profile von zahlenden Premiummitglieder einzubauen. Zum Problem wurde diese Maßnahme auch deshalb, weil die geschaltete Werbung vom Profileigner weder eingesehen noch selbst beeinflusst werden konnte. Platziert wurde die Werbung in der Kontaktrubrik des Profileigners. Wenn nun also andere User die Kontakte aufriefen, wurde man plötzlich zum ungewollten Werbeträger eines Produkts, das man selbst nicht kannte.Dieses heimliche Product Placement hatte fatale Folgen und führte zu geschäftsschädigenden Situationen bei den Usern. So ließ sich ein Mitarbeiter der Deutschen Bank von einem Freund einen Screenshot seines Profils schicken, um zu erkennen, welche Werbung auf seinem Profil geschaltet war. Er sah nun, dass dort für die Konkurrenz geworben wurde. Nach und nach gingen immer mehr Beschwerden von Nutzern bei Xing ein. Aufgrund der starken Proteste, Beschwerden und Mitgliederaustritte hat Xing die Werbung nun bei den Premiummitgliedern wieder gänzlich abgeschafft. Das Online-Magazin Netzeitung bat bei der Pressestelle der Business Plattform um eine Stellungnahme. Als Reaktion erhielt man lediglich die lapidare Antwort, dass Premium-Mitglieder nun die Möglichkeit hätten, die Funktion abzustellen. Xings Pressestelle hüllte sich in Schweigen.Der geschilderte Vorfall ist nur ein Beispiel. Aufgrund der mangelnden Informationspolitik und der unklaren Rechtslage kommt es auf XING immer wieder zu ähnlichen Konflikten im Umgang mit vertraulichen Kundendaten. Während das Unternehmen immer mehr erkennt, dass sich aus dem großen Kundenstamm Profit schlagen läßt, verliert es dabei die eigentlichen Userinteressen und den Datenschutz allzu leicht aus den Augen. Xing und andere Community-Anbieter sollten beim Schutz des Persönlichkeitsrechts vorsichtiger agieren, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen. Gerade eine massive Austrittswelle von zahlenden Premium-Mitgliedern hätte für das Portal verheerende Folgen.Auch wenn jedem klar sein sollte, dass man in einer Community bestimmte Daten frei zur Verfügung stellen muss, darf ein Plattform-Betreiber in sensiblen Bereichen nicht einfach über die User hinweg entscheiden. Ein solches Verhalten zeugt auch nicht von hoher Seriosität und Professionalität.Natürlich will der User sich im Netz präsentieren, doch möchte er immer noch selber bestimmen, was dargestellt und mit welchen Produkten er in Verbindung gebracht wird. Hoffen wir, dass die Macher von Xing in Zukunft aufmerksamer sind.
Quellen und Begriffe:
- Online (Social) Community= Soziales Online Netwerk,
- http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Community
- http://www.linkedin.com/
- http://de.wikipedia.org/wiki/XINg
- http://www.ibusiness.de/aktuell/db/173990sr.html/http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/583961.html?nv=ct_mt
- http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E39E9EDCB42FD4C5AA2B53535B4961598~ATpl~Ecommon~Scontent.htm
- (http://corporate.xing.com/deutsch/investor-relations/basisinformationen/fakten-und-zahlen/)
- http://www.netzeitung.de/internet/868230.html
- Hot Shot = «Schnellschuss», Verkaufsaktion für Produkte, die einen schnellen Gewinn erwarten lassen.
- http://www.pubteam.com/lexikon_detail.cfm?B=Hotshot
- http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,455591,00.html
- S.8, Magazin der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft „DIG Informativ“, Ausgabe 2, Mai 2007
- http://www.werbeblogger.de/2008/01/03/xing-vergraetzt-premium-kunden-mit-werbung/
- http://www.netzeitung.de/internet/868230.html
Social Media Forum in Hamburg 11.02.08-12.02.08 live online !
Live online: http://mogulus.com/socialmediaforum
Ein Tipp, den ich allen Medien Interessierten weiter empfehlen möchte.
Weitere Infos zu den Inhalten unter: http://www.socialmediaforum.de/aktuelle-veranstaltung/konferenz.html
Chinesisches Neujahr
Heute ist chinesisches Neujahr und somit 新年快乐 !!Ich habe zwar nicht in Pampelmusen Blättern letzte Nacht gebadet, aber dafür eine gegessen und vielleicht hilft das ja auch, um das Ganze Jahr gesund zu bleiben.
In den nächsten Tagen, werden ein paar neue Artikel fertig gestellt sein. Themen sind: Die Business Community Xing und ein Erfahrungsbericht über den Kommunikationsanbieter Tele 2.
Gaststudium in Mittweida “Angewandte Medienwirtschaft”
Seit einigen Tagen befinde ich mich in der schönen Stadt Chemnitz um demnächst ein Praktikum zu beginnen. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen gastiere ich daher bis zum Beginn meines Praktikums an der nahgelegenen FH Mittweida bei dem Studiengang “Angewandte Medienwirtschaft”.
Der Ort Mittweida liegt ca. 15 Minuten mit dem Zug von Chemnitz entfernt. Die Stadt, welche sich selbst als Kreis- und Hochschulstadt betitelt hat ca. 16.277 Einwohner (2006) und wirkt aus Hamburger Sicht sehr ländlich. Die Uni ist dem Bahnhof sehr nah gelegen nur 10 Minuten Fussweg, leider fahren die Züge im Schnitt nur alle 30 Minuten.
Der Campus ist überschaubar und verteilt sich über die gesamte Innenstadt, alles ist zu Fuß sehr schnell zu erreichen.
Die Menschen sind insgesamt alle sehr freundlich und hilfsbereit. Rechte Skinheads und deren Sympathisanten sind scheinbar sehr rar.
Bisher kann ich nur von einem Erlebniss berichten, als ein Typ mit schwarzer Bomberjacke (und Club 88 Stickerei auf dem Rücken) im Zug die Treppe zum Abteil hochging und den Spruch zu seinem Begleiter abließ “Alles voll hier mit Kanacken!” und da ich die einzige war mit dunkler Haut, war es klar das nur ich gemeint sein konnte. Mein Kommentar dem Typen hinterrufend, wenn man so hässlich ausähe müsse man auch solche Sprüche bringen und “Wichser”, brachte mir zustimmende Blicke der Mitreisenden ein.
Auf der einen Seite bestätigte jener Vorfall meine Vorurteile über Sachsen, dass dort die Rechten unverhohlen ihre Texte ablassen. Auf der anderen Seite baute es meine Vourteile ab, dass die Bevölkerung diese Meinung der Rechten genauso vertritt und dem ist nicht so, denn die Leute im Zug waren mit mir einer Meinung.
Heute ist der erste Tag an dem es keinen Seminare oder Vorlesungen gibt. Ich versuche soviel wie es geht hier mitzunehmen und nehme nur an den Kursen für die sogennannten PPP Studenten für den Abschluß BA (Bachelor) teil. Dieses Programm ist auf 2 Monate geeicht. Als Gaststudentin kann ich mir offiziell in maximal 3 Kursen einen Leistungsnachweis holen.
Das Seminar Angebot ist dem des IMK der Uni Hamburg sehr ähnlich. Spürbar jedoch ist, dass der Schwerpunkt nicht auf dem wissenschaftlichen Arbeiten liegt. Während wir in der Uni Hamburg im Studiengang Medienkultur Magister z.B. immer wieder auf Literatur hingewiesen werden, die wir auch zu lesen hätte. Wird hier nicht so sehr darauf geachtet. Nun der Studiengang heißt auch “Angewandte Medienwirtschaft” und strebt den BA an und nicht den Master oder eben nach dem alten System, nachdem ich noch lerne, den Magister.
Mein bisheriges Bild von der FH und beiden Städten Chemnitz und Mittweida ist bisher sehr positiv. Die Uni ist klein aber fein und es weht ein studentischer Geist durch Mittweida. 5000 Studenten gibt es hier an der FH, d. h. knapp 1/3 der Einwohner sind Studenten.
Radio und “dritte Welt”-Radio in China und Propaganda
Radio in China und Propaganda, das ist das Thema mit dem ich mich derzeit befasse.
An der Arbeit an der Haiying und ich gerade sitzen, geht es um die Sender “China National Radio”, “Radio China International” und “Radio Taiwan International”.
Die Arbeit entsteht im Rahmen eines Seminars des Institus für Medien- und Kommunikation (IMK) an der Uni Hamburg.
Es wird ein Artikel in der Reihe “Hamburger Hefte” erscheinen und eine Radiosendung bei Tide in Hamburg gesendet werden. Außerdem wird es dazu eine Hör-CD geben.
Für die Finanzierung werden noch dringend Sponsoren gesucht!
Aufgrund einer Einladung, der Uni Hildesheim, referieren wir im Rahmen eines Wochenend Seminars im März, in Bremen.
Es wird einen Vortrag von uns zu dem Thema “Medien in China” geben.
Näheres dazu unter “Politik und Medien-Wer kontrolliert wen?”. Die Teilnahme ist kostenpflichtig und eine Anmeldung ist von Nöten.
Aktuelles zu unserem Seminar an der Uni Hamburg unter www.radio.transzendenz.de
Warcraft III “Reign of Chaos”-Nix für Anfänger!
Warcraft III “Reign of Chaos”. Alle reden über World of Warcraft und einige Süchtige befinden sich in meinem Bekanntenkreis. Ich muß zugeben, dass ich selber nicht ganz unbescholten bin, mein Rekord war: 2 Wochen am Stück, Civilization in den Osterferien, damals.
Ich machte mich also auf die Suche nach einer Demoversion for free. Das was ich zum testen fand war Warcraft III “Reign of Chaos”.
Die Testversion war anfänglich recht spannend. Als ich dann allerdings in den online Modus ging 1:1, fing das Spiel an mich zu frustrieren. Kommentare über die Chatfunktion, konnte ich nicht mit der Testversion beantworten (sehr frustrierend, wenn man beleidigt wird!) und dann permanent starke und erfahrene Spieler die einen innerhalb von 5-10 Minuten kaputt machten. Oder das genaue Gegenteil war der Fall, man bekam gerade einen Gegner und dieser gab innerhalb von ein paar Sekunden wieder auf.
Diese Version werde ich mir wohl nicht kaufen, da mich die Testversion nicht überzeugen konnte, auch durch die eingeschränkten Funktionen.
Ich vermute, dass dieses Spiel auf LAN Partys jedoch mehr Spaß machen kann, vorallem wenn die Spieler auf gleichem Niveau sind.
Nachtrag (17.03.2007):Für World of Warcraft gibt es einen Patch mit dem man ein Gästeaccount nutzen kann, habe ich jetzt rausfinden können. Mal sehen, ob das mich vielleicht doch noch überzeugen kann.
Internet Communitys wachsen wie Unkraut
Internet Communitys wachsen derzeit in Massen aus dem Boden. Für mich gibt es kaum noch eine Übersicht. Inzwischen bin ich selber in über 15 Communitys und frage mich warum fast jeder sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis in einer anderen anmelden muß.
Bei den Messenger ist es dasselbe Problem und ich danke den Software Entwicklern dafür, dass sie Messenger entwickelt haben die mit mehreren Providern arbeiten und ich nicht mehr für jeden Anbieter mir das Programm auf den Rechner ziehen muß. Ich benutze für meine MAC OS Plattform, z.B. Adium. Es gibt aber auch Alternativen für Mac, wie z.B. Fire. Beide Programme sind zwar noch nicht ganz ausgereift, aber beinhalten das Wichtigste was man brauch.
In diese Richtung wird es hoffentlich auch bei den Communitys gehen. Die ersten Anzeichen sieht man bei der Community myspace.com, welche mit Anbietern u.a ringo.com kooperieren.