Veröffentlicht in Bildung, Neue Medien, Trends

Information # Wissen # Glauben

In was für eine Zukunft schreiten wir? Welche Pfade legen wir gerade für unsere Kinder? Rationalität und Logik werden durch Emotionen und allgemeine anerkannte Glaubenssätze ausgetauscht. Das gab es schon immer, manchmal mehr (Mittelalter) und manchmal weniger.

Allgemein anerkannte Glaubenssätze, damit meine ich all die Dinge die durch gefährliches Halbwissen Einzug in die Köpfe der Bevölkerung genommen haben und jegliches in Frage stellen dessen, in die Kategorie, verrückt, Verschwörungstheoretiker, gar der Verantwortungslosigkeit der Gesellschaft gegenüber oder als Paranoia sofort eingeordnet werden. Das ist die eine Front. Die Gegenseite sind die Gläubigen, die gar nicht oder wenig Hinterfragen, diejenigen die in alles Vertrauen.

Es entstehen Fronten die nur noch Glauben und Glauben mit Wissen gleich setzen, weil es inzwischen Unmengen an Informationen gibt die kaum einer mehr so richtig einzuordnen weiß. Was ist Information die den Fakten entspricht? Was sind Fakten? Wie kann man unterscheiden zwischen einer Ente und einer seriösen Nachricht? Was sind die Folgen wenn die Mittel der Inszenierung Einzug in die Presse nehmen, wenn Hollywood Tricks mit scheinbar seriösen Nachrichten sich paaren. Nachrichten die heute nicht mehr von offiziellen Journalisten verfasst werden, sondern von jedem der die Mittel dazu hat. Als Mittel reicht heute dafür ein Smartphone mit Wifi Option aus. Nachrichten machen heute nicht mehr die offiziellen Organe und diejenigen die dafür ausgebildet werden.

Dessen müssen wir uns bewusst sein, wenn wir über Nachrichten reden, schreiben oder sprechen wollen. Wir müssen dringend Medienkompetenz entwickeln und an dieser fehlt es an allen Ecken und Enden. Dies ist ein gefährliches Spiel, was getrieben wird, denn die scheinbare Eröffnung von Wissen und das fehlende Vermögen der Medienkompetenz macht es einigen Menschen sehr leicht, leichter als jeh zuvor, die Gesellschaft zu manipulieren und Meinungen in bestimmte Richtungen zu schieben.

Wir leben im Zeitalter der Information und genau aus diesem Grund müssen wir genauer hinsehen, Fragen stellen und diese auf Wahrhaftigkeit bis ins kleinste Detail prüfen und dafür benötigen wir echtes Wissen. Wir müssen wissen wie zum Beispiel Bilder manipuliert werden, wir müssen lernen, Studien selber zu lesen und auszuwerten. Wir müssen lernen bevor wir zu etwas „Ja“sagen oder „Ja das glaube ich“äußern, viele Fragen stellen. Wie mühselig? Wie anstrengend? Ja, an irgendeiner Stelle müssen wir wieder initiativ werden. Nicht alles läuft smart und ohne Zutun, rein digital.

Wir müssen auch lernen die möglichen Antworten erneut zu hinterfragen, denn nichts stagniert und auch Wahrheiten können sich wandeln. Was meine ich damit: Manche Dinge werden als Wahrheiten festgelegt, weil es eine Lobby dafür gibt, manch andere Wahrheiten werden festgelegt, weil die aktuelle Wissenschaft es mit den aktuellen Mitteln  nur auf diesem Weg beweisen oder noch nicht beweisen kann oder weil es just eine Lobby, einen Platzhirsch für ein bestimmtes Theorem gibt. Manche Wahrheit wird durch reines Hören-Sagen, welches in unsere Zeit, mit dem Teilen von Beiträgen ähnlich zu setzen ist, als Wahrheit interpretiert. Und wenn es immer wieder sich innerhalb der Bevölkerung wiederholt bis es zur Wahrheit geworden ist und keiner mehr hinterfragen will oder darf ohne gesellschaftlich dafür geächtet zu werden.

Das erste Mal habe ich dieses irrationale Verhalten bewusst an der Uni Hamburg erlebt, bei einer Diskussionsrunde im Auditorium zum Thema Einführung der Studiengebühren. Es gab mehrere Redner mit verschiedenen Standpunkten. Gerne hätte ich allen zugehört und deren Ansichten aufzunehmen und abwägen zu können. Grundsätzlich war ich gegen die Studiengebühren, denn ich konnte mir die 1000 EUR mehr pro Jahr nicht leisten. Dennoch war ein Redner dort, der ein Model pro Gebühren vorstellen wollte, jedoch finanziert sollte dies durch die Ehemaligen werden, die erfolgreich im Beruf standen. Die Details konnte ich leider nicht erfahren, da er gnadenlos ausgebuht wurde von einem Block radikaler Gegner. Der Protest war so laut, dass er seine Rede abbrechen musste. Ich war entsetzt und verließ die Versammlung, da ich sah dass es hier keine Möglichkeit gab sich allumfassend zu informieren, da die Lobby die dagegen war keine Alternative oder moderate Modelle zu ließ, noch nicht einmal Erläuterungen dazu.

Diese Art und Weise erlebe ich vermehrt im Netz bei Themen wie z. B. Impfen.

Es scheint keine Mitte zu geben. Zwei Fronten pro oder anti und man hat sich zu entscheiden. Die Meinungen stehen fest. Dabei wissen wir auch das die Wissenschaft sich oft irrt, dass es durchaus Profitgier und Lobbyisten im medizinischen Bereich gibt.

Aber es scheint, als sei der vernünftige Diskurs in der Bevölkerung nicht möglich, da der Glaube und Angst und das Nichts-in-Frage-stellen dürfen dominieren. Beide Seiten sind nicht vom Glauben abzubringen, die einen beharren darauf wie schädlich impfen sei und die andere beharren drauf wie ungefährlich impfen für den Einzelnen sei, jedoch für die Bevölkerung gefährlich. Weder die eine noch die andere Seite, lässt sich kritisch hinterfragen.

Mit einer gewissen Lebenserfahrung weiß man irgendwann (oder sollte es irgendwann wissen), dass es kein schwarz oder weiß oder nur ein Entweder-oder gibt.

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bemühen“, hieß es einst bei Kant, frei nach dem lateinischen Sprichwort „Sapere aude“. Heute muss es heißen „Bemühe dich gefälligst deines Verstandes!“ Denn an Mut meine ich nicht, dass es uns Menschen in Europa, im Westen, heute fehlt. Nein, es fehlt uns an anderen Dingen an Emphatie und Rationalität.

Keine Lösung ist das Internet zu regulieren, keine Lösung ist die Zensur des Internets, keine Lösung ist es nicht akkreditierten Journalisten, Schreibern und Bloggern, das Schreiben zu verbieten.

Es wäre schön wenn wir alle in der Lage wären, analytisch und emphatisch uns im Internet zu verhalten und nicht rein emotional und irrational agieren. Um das zu schaffen benötigen wir Reife und Besonnenheit, wir müssen uns selbst prüfen und hinterfragen. Ablegen müssen wir unsere Vorurteile und die durch Hass entstanden Wahrheiten die in unseren Köpfen grassieren.

Eine Lösung ist es zu lernen mit dem Internet und den Informationen die wir erhalten weise und bedacht umzugehen und vorausschauend zu denken. Ein Video ist heute kein Beweis mehr, jeder kann schneiden und neu vertonen.

Wir müssen diskutieren können, auf einer emotionsfreien Ebene. Den meisten ist dies nicht möglich oder nur bedingt, das ist zwar menschlich aber es birgt auch eine Gefahr, die von Hetze und Gewalt.

Kriegen wir das in den Griff oder vernichten wir uns doch selbst? Langsam aber stetig voran.

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