Veröffentlicht in Community, Neue Medien, Trends

Das Business-Online-Portal XING im Focus der Datenschützer

Datenschutz und Kundenpflege zwei Waisenkinder der Online-Community Xing. Eine Kommunikationplattform schafft es nicht mit seinen Mitgliedern zu kommunizieren. Wie geschafft werden kann Mitglieder zu vergraulen.

Das Hamburger Unternehmen Xing ist eine Online-Social-Community, die im Jahre 2003 gegründet wurde, von dem Hamburger Kaufmannsohns Lars Hinrichs. Ursprünglich hieß Xing Open BC, dieses wurde 2003 aus Marketinggründen geändert, um sich für den angelsächsischen und asiatischen Sprachraum atrraktiver zu machen. Auch der Gang an die Börse wurde 2006 verwirklicht.Die Idee von Xing basiert wie bei allen Social Communitys auf der Theorie und dem Prinzip des New Yorker Sozialpsychologen Stanley Milgrim: „Jeder kennt Jeden über 6-Ecken“.Die Plattform ist eine von zwei großen Business-Social-Communitys im Internet.Der größte Gegenspieler ist die US-Amerikanische Business Plattform LinkedIn, die ebenfalls von einem Hamburger gegründete wurde. LinkedIn ist vor allem im angelsächsischen Sprachraum stark verbreitet.

Xings Rolle auf dem Markt

Xing ist im deutschsprachigen Internetraum eines der inzwischen etabliertesten Jungunternehmen im Bereich Social Networking, mit tendenziell steigenden Mitgliederzahlen. Es hebt sich von anderen Business-Social-Communitys ab, , da es in vielen unterschiedlichen Sprachen angeboten wird (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch , usw.). Charakteristisch für das Online-Angebot ist zudem die userfreundliche Benutzeroberfläche.Im Jahre 2006 konnte der Umsatz ums Dreifache auf 10 Millionen EUR erhöht werden. Allerdings wurden diese Zahlen für 2007 in den Medien kritisch betrachtet. Der Spiegel schreibt u.a., dass es wohl nur einen bedingten Gewinn gäbe, bei dem ein geringer Wert bis zu 1 Million EUR erwartet werden könne.Gerade im deutschsprachigen Raum konnte sich Xing in den letzten Jahren etablieren. In Ländern wie Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien ist das Unternehmen klarer Marktführer im Bereich Online-Business-Networking. Im englischen Sprachraum beherrscht LinkedIn mit einer Mitgliederzahl von 8,5 Millionen Mitgliedern den Markt. Xing zählte Anfang 2006 1,5 Millionen Mitglieder. Im September/November 2007 waren es schon 4,25 Millionen Mitglieder weltweit. Bei beiden Communitys steigen die Mitgliederzahlen und beide streben für ihr Genre eine Rolle an, wie sie im z.B. im Suchmaschinenbereich Goggle einnimmt. Die Plattform, die sich ausschließlich über Premiummitgliedschaften finanziert, verkündete im November 2007, dass man sich gegenüber Werbevermarktern öffnen wolle. Allerdings blieb unklar, in welcher Form dies geschehen soll

Motivationen der User

Die Motive der User, sich auf so einer Plattform zu präsentieren, sind unterschiedlich.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Xing zu nutzen: als strategisches Instrument, zur Kundeaquise oder zur reinen Kontaktpflege. Eine strategische Nutzung kann die Instrumentalisierung der eigenen Kontakte sein. Sie werden als Referenz zur Werbung eines neuen Kunden genutzt.Wiederum andere nutzen es zur Kundenakquise, obwohl der Erfolg diesbezüglich von einigen angezweifelt wird. Manche bezeichnen Xing als moderne „Gelbe Seiten“. Der Unterschied jedoch zu den „Gelben Seiten“ ist, dass man hier mehr über die Leute erfahren kann. So ist es z.B. möglich, die Seriosität eines Anbieters durch Rückfrage bei anderen Kontakten zu prüfen. IBM Mitarbeiter Peter Behrlich betont in einem Interview, dass es sehr selten zu sogenannten „Hot Shots“ käme.Obwohl Xing als Business Forum gedacht ist, wird es auch von Studenten, Angestellten und Künstlern bevölkert. Diese nutzen das Portal in erster Linie zur Praktikums- und Arbeitsplatzsuche und zu Promotionzwecken.

Formen der Mitgliedschaft

Um sich bei auf dem Portal ein Profil zu erstellen, bedarf es wenig Aufwand. Es gibt zwei Formen der Mitgliedschaft. Einmal als „normaler“ Nutzer (nichtzahlend) oder als „Premium“Mitglied (kostenpflichtig).Das nichtzahlende Mitglied kann alle Grundfunktionen nutzen ( z.B. Profil erstellen, Profilfoto hochladen, Kontakte suchen und verknüpfen). Als Premium Mitglied kann man allerdings erst das volle Potential der Plattform nutzen, und es kommen weitere Funktionen hinzu. So kann man Nachrichten versenden und einsehen, wer das eigene Profil besucht hat. Eine Premium-Mitgliedschaft ist vergleichsweise günstig. Sie kostet nur 5,95 EUR im Monat, weitere Ausgaben kommen nicht hinzu. Beim Konkurrenten LinkedIn hingegen wird für eine Premium-Mitgliedschaft bis zu 200 US $ gezahlt.Xing finanzierte sich bislang in erster Linie über die Premium-Mitgliedschaft. Vor ein paar Wochen wollte man dies ändern und führte Werbung ein. Anschließend geriet das Unternehmen unter starken Beschuss und hatte Mitgliederaustritte.

Umgang Xings mit Datenschutz und Kritik an der Firmenpolitik

In den letzten Monaten gab es vermehrt negative Presse über Xing. Die Firmenpolitik im Umgang mit Kunden, Mitgliedern und deren Rechten wird derzeit von vielen bemängelt. Dadurch sind zahlreiche, auch namenhafte, Mitglieder freiwillig ausgetreten, wie zum Beispiel der sächsische CDU-Abgeordnete Heinz Eggert. Leider übergeht Xing immer wieder ihre/seine Mitglieder. Änderungen auf der Plattform werden vorgenommen, ohne die User vollständig oder rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Ein Beispiel ist das Ex-Mitglied David Ben-Hame. Seine Mitgliedschaft wurde gekündigt, da er sich über antizionistische Beiträge in einem Forum beklagte. Er protestierte öffentlich dagegen, infolgedessen wurde er ausgeschlossen.Der Betreiber des Forums, in dem diese Beiträge gepostet wurden, ist ein Freund von David Ben-Hame. Diesem wurde ebenfalls die Mitgliedschaft gekündigt.Xing kündigte jedoch nicht den Mitgliedern, die diese Äußerungen gepostet hatten. Vielmehr ließ man die Beiträge auf der Plattform weiter bestehen. Eric Metzer (Vorstand der Deutschen Public Relations Gesellschaft) zeigte sich solidarisch mit Ben-Hame und trat danach freiwillig aus. Er bewirkte schließlich eine Löschung der geposteten antzionistischen Beiträge auf der Plattform. Eric Metzer kommentierte den unglaublichen Vorgang mit folgenden Worten: “Es hat mich verärgert, dass ein Unternehmen derart unprofessionell, ja geradezu arrogant auf einen eklatanten Verstoß gegen zivilisierte Kommunikationsformen reagierte” […]”Ich halte Anti-Semitismus für kein Kavaliersdelikt.“Auch sonst stößt das eigenmächtige Handeln von XING immer wieder auf. Im Dezember 2007 wurde eine neue Möglichkeit des Überwachens der Aktivitäten der eigenen Kontakte eingeführt. Auch hier wurden die Mitglieder ungenügend oder nicht ausreichend informiert. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die Betreiber von Xing ohne Rücksprache mit Mitgliedern neue Optionen in die Profile einspielen, Daten freigeben und erst im Nachhinein den Mitglieder die Möglichkeit geben, persönliche Informationen freizuschalten oder zu sperren.In letzter Zeit versuchte man sogar, ungefragt Werbung nicht nur in die Profile von normalen Mitgliedern, sondern auch in die Profile von zahlenden Premiummitglieder einzubauen. Zum Problem wurde diese Maßnahme auch deshalb, weil die geschaltete Werbung vom Profileigner weder eingesehen noch selbst beeinflusst werden konnte. Platziert wurde die Werbung in der Kontaktrubrik des Profileigners. Wenn nun also andere User die Kontakte aufriefen, wurde man plötzlich zum ungewollten Werbeträger eines Produkts, das man selbst nicht kannte.Dieses heimliche Product Placement hatte fatale Folgen und führte zu geschäftsschädigenden Situationen bei den Usern. So ließ sich ein Mitarbeiter der Deutschen Bank von einem Freund einen Screenshot seines Profils schicken, um zu erkennen, welche Werbung auf seinem Profil geschaltet war. Er sah nun, dass dort für die Konkurrenz geworben wurde.Nach und nach gingen immer mehr Beschwerden von Nutzern bei Xing ein. Aufgrund der starken Proteste, Beschwerden und Mitgliederaustritte hat Xing die Werbung nun bei den Premiummitgliedern wieder gänzlich abgeschafft. Das Online-Magazin Netzeitung bat bei der Pressestelle der Business Plattform um eine Stellungnahme. Als Reaktion erhielt man lediglich die lapidare Antwort, dass Premium-Mitglieder nun die Möglichkeit hätten, die Funktion abzustellen. Xings Pressestelle hüllte sich in Schweigen.Der geschilderte Vorfall ist nur ein Beispiel. Aufgrund der mangelnden Informationspolitik und der unklaren Rechtslage kommt es auf XING immer wieder zu ähnlichen Konflikten im Umgang mit vertraulichen Kundendaten. Während das Unternehmen immer mehr erkennt, dass sich aus dem großen Kundenstamm Profit schlagen läßt, verliert es dabei die eigentlichen Userinteressen und den Datenschutz allzu leicht aus den Augen. Xing und andere Community-Anbieter sollten beim Schutz des Persönlichkeitsrechts vorsichtiger agieren, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen. Gerade eine massive Austrittswelle von zahlenden Premium-Mitgliedern hätte für das Portal verheerende Folgen.Auch wenn jedem klar sein sollte, dass man in einer Community bestimmte Daten frei zur Verfügung stellen muss, darf ein Plattform-Betreiber in sensiblen Bereichen nicht einfach über die User hinweg entscheiden. Ein solches Verhalten zeugt auch nicht von hoher Seriosität und Professionalität.Natürlich will der User sich im Netz präsentieren, doch möchte er immer noch selber bestimmen, was dargestellt und mit welchen Produkten er in Verbindung gebracht wird. Hoffen wir, dass die Macher von Xing in Zukunft aufmerksamer sind.

Xings Rolle auf dem Markt

Xing ist im deutschsprachigen Internetraum eines der inzwischen etabliertesten Jungunternehmen im Bereich Social Networking, mit tendenziell steigenden Mitgliederzahlen. Es hebt sich von anderen Business-Social-Communitys ab, , da es in vielen unterschiedlichen Sprachen angeboten wird (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch , usw.). Charakteristisch für das Online-Angebot ist zudem die userfreundliche Benutzeroberfläche.Im Jahre 2006 konnte der Umsatz ums Dreifache auf 10 Millionen EUR erhöht werden. Allerdings wurden diese Zahlen für 2007 in den Medien kritisch betrachtet. Der Spiegel schreibt u.a., dass es wohl nur einen bedingten Gewinn gäbe, bei dem ein geringer Wert bis zu 1 Million EUR erwartet werden könne.Gerade im deutschsprachigen Raum konnte sich Xing in den letzten Jahren etablieren. In Ländern wie Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien ist das Unternehmen klarer Marktführer im Bereich Online-Business-Networking. Im englischen Sprachraum beherrscht LinkedIn mit einer Mitgliederzahl von 8,5 Millionen Mitgliedern den Markt. Xing zählte Anfang 2006 1,5 Millionen Mitglieder. Im September/November 2007 waren es schon 4,25 Millionen Mitglieder weltweit. Bei beiden Communitys steigen die Mitgliederzahlen und beide streben für ihr Genre eine Rolle an, wie sie im z.B. im Suchmaschinenbereich Goggle einnimmt. Die Plattform, die sich ausschließlich über Premiummitgliedschaften finanziert, verkündete im November 2007, dass man sich gegenüber Werbevermarktern öffnen wolle. Allerdings blieb unklar, in welcher Form dies geschehen soll

Motivationen der User

Die Motive der User, sich auf so einer Plattform zu präsentieren, sind unterschiedlich.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Xing zu nutzen: als strategisches Instrument, zur Kundeaquise oder zur reinen Kontaktpflege. Eine strategische Nutzung kann die Instrumentalisierung der eigenen Kontakte sein. Sie werden als Referenz zur Werbung eines neuen Kunden genutzt.Wiederum andere nutzen es zur Kundenakquise, obwohl der Erfolg diesbezüglich von einigen angezweifelt wird. Manche bezeichnen Xing als moderne „Gelbe Seiten“. Der Unterschied jedoch zu den „Gelben Seiten“ ist, dass man hier mehr über die Leute erfahren kann. So ist es z.B. möglich, die Seriosität eines Anbieters durch Rückfrage bei anderen Kontakten zu prüfen. IBM Mitarbeiter Peter Behrlich betont in einem Interview, dass es sehr selten zu sogenannten „Hot Shots“ käme.Obwohl Xing als Business Forum gedacht ist, wird es auch von Studenten, Angestellten und Künstlern bevölkert. Diese nutzen das Portal in erster Linie zur Praktikums- und Arbeitsplatzsuche und zu Promotionzwecken.

Formen der Mitgliedschaft

Um sich bei auf dem Portal ein Profil zu erstellen, bedarf es wenig Aufwand. Es gibt zwei Formen der Mitgliedschaft. Einmal als „normaler“ Nutzer (nichtzahlend) oder als „Premium“Mitglied (kostenpflichtig).Das nichtzahlende Mitglied kann alle Grundfunktionen nutzen ( z.B. Profil erstellen, Profilfoto hochladen, Kontakte suchen und verknüpfen). Als Premium Mitglied kann man allerdings erst das volle Potential der Plattform nutzen, und es kommen weitere Funktionen hinzu. So kann man Nachrichten versenden und einsehen, wer das eigene Profil besucht hat. Eine Premium-Mitgliedschaft ist vergleichsweise günstig. Sie kostet nur 5,95 EUR im Monat, weitere Ausgaben kommen nicht hinzu. Beim Konkurrenten LinkedIn hingegen wird für eine Premium-Mitgliedschaft bis zu 200 US $ gezahlt.Xing finanzierte sich bislang in erster Linie über die Premium-Mitgliedschaft. Vor ein paar Wochen wollte man dies ändern und führte Werbung ein. Anschließend geriet das Unternehmen unter starken Beschuss und hatte Mitgliederaustritte.

Umgang Xings mit Datenschutz und Kritik an der Firmenpolitik

In den letzten Monaten gab es vermehrt negative Presse über Xing. Die Firmenpolitik im Umgang mit Kunden, Mitgliedern und deren Rechten wird derzeit von vielen bemängelt. Dadurch sind zahlreiche, auch namenhafte, Mitglieder freiwillig ausgetreten, wie zum Beispiel der sächsische CDU-Abgeordnete Heinz Eggert. Leider übergeht Xing immer wieder ihre/seine Mitglieder. Änderungen auf der Plattform werden vorgenommen, ohne die User vollständig oder rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Ein Beispiel ist das Ex-Mitglied David Ben-Hame. Seine Mitgliedschaft wurde gekündigt, da er sich über antizionistische Beiträge in einem Forum beklagte. Er protestierte öffentlich dagegen, infolgedessen wurde er ausgeschlossen.Der Betreiber des Forums, in dem diese Beiträge gepostet wurden, ist ein Freund von David Ben-Hame. Diesem wurde ebenfalls die Mitgliedschaft gekündigt.Xing kündigte jedoch nicht den Mitgliedern, die diese Äußerungen gepostet hatten. Vielmehr ließ man die Beiträge auf der Plattform weiter bestehen. Eric Metzer (Vorstand der Deutschen Public Relations Gesellschaft) zeigte sich solidarisch mit Ben-Hame und trat danach freiwillig aus. Er bewirkte schließlich eine Löschung der geposteten antzionistischen Beiträge auf der Plattform. Eric Metzer kommentierte den unglaublichen Vorgang mit folgenden Worten: “Es hat mich verärgert, dass ein Unternehmen derart unprofessionell, ja geradezu arrogant auf einen eklatanten Verstoß gegen zivilisierte Kommunikationsformen reagierte” […]”Ich halte Anti-Semitismus für kein Kavaliersdelikt.“Auch sonst stößt das eigenmächtige Handeln von XING immer wieder auf. Im Dezember 2007 wurde eine neue Möglichkeit des Überwachens der Aktivitäten der eigenen Kontakte eingeführt. Auch hier wurden die Mitglieder ungenügend oder nicht ausreichend informiert. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass die Betreiber von Xing ohne Rücksprache mit Mitgliedern neue Optionen in die Profile einspielen, Daten freigeben und erst im Nachhinein den Mitglieder die Möglichkeit geben, persönliche Informationen freizuschalten oder zu sperren.In letzter Zeit versuchte man sogar, ungefragt Werbung nicht nur in die Profile von normalen Mitgliedern, sondern auch in die Profile von zahlenden Premiummitglieder einzubauen. Zum Problem wurde diese Maßnahme auch deshalb, weil die geschaltete Werbung vom Profileigner weder eingesehen noch selbst beeinflusst werden konnte. Platziert wurde die Werbung in der Kontaktrubrik des Profileigners. Wenn nun also andere User die Kontakte aufriefen, wurde man plötzlich zum ungewollten Werbeträger eines Produkts, das man selbst nicht kannte.Dieses heimliche Product Placement hatte fatale Folgen und führte zu geschäftsschädigenden Situationen bei den Usern. So ließ sich ein Mitarbeiter der Deutschen Bank von einem Freund einen Screenshot seines Profils schicken, um zu erkennen, welche Werbung auf seinem Profil geschaltet war. Er sah nun, dass dort für die Konkurrenz geworben wurde.Nach und nach gingen immer mehr Beschwerden von Nutzern bei Xing ein. Aufgrund der starken Proteste, Beschwerden und Mitgliederaustritte hat Xing die Werbung nun bei den Premiummitgliedern wieder gänzlich abgeschafft. Das Online-Magazin Netzeitung bat bei der Pressestelle der Business Plattform um eine Stellungnahme. Als Reaktion erhielt man lediglich die lapidare Antwort, dass Premium-Mitglieder nun die Möglichkeit hätten, die Funktion abzustellen. Xings Pressestelle hüllte sich in Schweigen.Der geschilderte Vorfall ist nur ein Beispiel. Aufgrund der mangelnden Informationspolitik und der unklaren Rechtslage kommt es auf XING immer wieder zu ähnlichen Konflikten im Umgang mit vertraulichen Kundendaten. Während das Unternehmen immer mehr erkennt, dass sich aus dem großen Kundenstamm Profit schlagen läßt, verliert es dabei die eigentlichen Userinteressen und den Datenschutz allzu leicht aus den Augen. Xing und andere Community-Anbieter sollten beim Schutz des Persönlichkeitsrechts vorsichtiger agieren, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen. Gerade eine massive Austrittswelle von zahlenden Premium-Mitgliedern hätte für das Portal verheerende Folgen.Auch wenn jedem klar sein sollte, dass man in einer Community bestimmte Daten frei zur Verfügung stellen muss, darf ein Plattform-Betreiber in sensiblen Bereichen nicht einfach über die User hinweg entscheiden. Ein solches Verhalten zeugt auch nicht von hoher Seriosität und Professionalität.Natürlich will der User sich im Netz präsentieren, doch möchte er immer noch selber bestimmen, was dargestellt und mit welchen Produkten er in Verbindung gebracht wird. Hoffen wir, dass die Macher von Xing in Zukunft aufmerksamer sind.

Quellen und Begriffe:

Online (Social) Community= Soziales Online Netwerk,
http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Community
http://www.linkedin.com/
http://de.wikipedia.org/wiki/XINg
http://www.ibusiness.de/aktuell/db/173990sr.html/http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/583961.html?nv=ct_mt
http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E39E9EDCB42FD4C5AA2B53535B4961598~ATpl~Ecommon~Scontent.htm
(http://corporate.xing.com/deutsch/investor-relations/basisinformationen/fakten-und-zahlen/)
http://www.netzeitung.de/internet/868230.html
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http://www.pubteam.com/lexikon_detail.cfm?B=Hotshot
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,455591,00.html
S.8, Magazin der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft „DIG Informativ“, Ausgabe 2, Mai 2007
http://www.werbeblogger.de/2008/01/03/xing-vergraetzt-premium-kunden-mit-werbung/
http://www.netzeitung.de/internet/868230.html

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